Literarische Gefährtinnenschaft
Über Das Buch Mechthild von Julia Koll
Wie Mechthild spielt auch Koll mit den Genres, mit den Positionen und Perspektiven. Es gelingt ihr, die Leser mithineinzunehmen in ihren Resonanzraum und in die spannende Spurensuche nach dem Menschen hinter der oft legendenhaften Geschichtsschreibung, den Spekulationen und Lieblingsnarrativen rund um Mechthild. Wohl wissend, dass auch die eigene Annäherung Fiktion ist. Koll verwebt Text- und Stilformen, setzt Prosa neben Lyrik, zitiert Originalstücke aus dem „Fließenden Licht der Gottheit“ und mischt narrative mit essayistischen Passagen. So ist eine faszinierende Collage entstanden.
Aus Erbe und Auftrag 3/26, Seite 305-309


