Aktuelle Meldungen

Neuer Prior in Bochum-Stiepel

Ab Februar 2018 leitet P. Andreas Wüller OCist (74) das von der österreichischen Abtei Heiligenkreuz abhängige Priorat Kloster Stiepel; der neue Obere ist seit gut 30 Jahren dort tätig, wirkte lange als Pfarrer und zuletzt als Subprior. Der bisherige Prior P. Pirmin Holzschuh OCist (49) war sieben Jahre Oberer in Bochum-Stiepel; er kehrt nach Heiligenkreuz zurück und übernimmt zwei Stiftspfarreien.

Abt em. Bernhard Naber OSB +

Am 27. Januar 2018 starb in Altenburg Bernhard Naber OSB (83); er war von 1978-2005 Abt des niederösterreichischen Stifts. 1953 in Altenburg eingetreten, wurde er nach dem Studium in Salzburg 1958 zum Priester geweiht. 1961-80 war er Präfekt der „Altenburger Sängerknaben“ sowie als Kaplan und Ökonom tätig. Auch als Abt übernahm er zahlreiche Dienste, darunter den des Novizenmeisters, Pfarrers, Baudirektors und Bibliothekars. Zahlreiche bauliche Maßnahmen und kulturellen Initiativen prägte er mit; 25 Jahre lang leitete er eine Hilfsaktion für Kinderheim und Bedürftige in Lettland.

Algerische Märtyrer

Mit Dekret vom 27. Januar 2018 wurden die Mönche von Tibhirine als Märtyrer anerkannt, zusammen mit dem früheren Bischof von Oran, Pierre Claverie, und elf weiteren Katholiken, die zwischen 1993 und 1996 während des algerischen Bürgerkriegs getötet wurden.

Schließung der Abtei Mariawald

Die römische Kongregation für die Institute des geweihten Lebens hat entschieden, dass die Trappistenabtei Mariawald in der Eifel geschlossen wird. Abt Bernardus Peeters OCSO von Tilburg (Niederlande) ist als Päpstlicher Kommissar mit der Schließung beauftragt. Der Heilige Stuhl hatte den Plan abgelehnt, dass die Konventualen ihre Stabilität auf die Abtei Oelenberg im Elsass übertragen und in Mariawald bleiben könnten. Die zehn Mönche, die im Durchschnitt 81 Jahre alt sind, werden in andere Trappistenklöster gehen oder in ein benachbartes Seniorenheim ziehen. Das Bistum Aachen als künftiger Besitzer der Immobilien wird Möglichkeiten einer sinnvollen Nutzung erkunden. Für die 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen knapp die Hälfte fest angestellt sind, wird ein Sozialplan ausgearbeitet. Der Ursprung des Klosters geht auf die Gründung einer Einsiedelei 1470 zurück; seit 1486 lebten Zisterzienser an dem Ort, bis die französische Revolutionsregierung das Kloster 1795 aufhob. 1861 besiedelten Trappisten aus der Abtei Oelenberg das Kloster, das 1875 im Kulturkampf aufgehoben wurde. 1909 konnten die Mönche zurückkehren; während der nationalsozialistischen Herrschaft war das Kloster 1941-45 erneut aufgelöst. Die Einführung des außerordentlichen Ritus unter Abt Josef Vollberg OCSO (2006-16) war auch innerhalb der Gemeinschaft umstritten.

Wiederwahl in St. Georgenberg-Fiecht

Am 29. Dezember 2017 wählten die Mönche der Abtei St. Georgenberg-Fiecht P. Raphael Gebauer OSB (61) für fünf Jahre erneut zum Prior-Administrator; er hatte dieses Amt 2014 übernommen.

Neuer Oberer in Maria Roggendorf

Am 11. Dezember 2017 wurde P. Josef Haspel OSB (58) zum Administrator des Benediktinerpriorates St. Josef in Maria Roggendorf gewählt. Er löst den bisherigen Prior P. Michael Fritz OSB (51) ab, der das Kloster 12 Jahre lang geleitet hat. Der neue Obere hatte nach einer Ausbildung zum Kfz-Mechaniker Theologie studiert und war 1991 zum Priester geweiht worden. Nach 15 Jahren im Dienst der Diözese Eisenstadt trat er 2006 in Maria Roggendorf ein. Er wirkte als Religionslehrer und war seit 2012 Subprior seiner Gemeinschaft.

Koreanische Märtyrer

Am 6. Dezember 2017 wurden die versiegelten Akten des Informativprozesses der Causa „Abtbischof Bonifatius Sauer, Pater Benedikt Kim und Gefährten“ in den Räumen der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung in Rom geöffnet. Damit hat die sog. Römische Phase des Prozesses der Selig- und Heiligsprechung der Märtyrer von Tokwon begonnen. P. Willibrord Driever OSB, St. Ottilien, wurde zum Postulator ernannt. Zu den 36 Märtyrern der nordkoreanischen Benediktinermission, die in Gefängnisses und in Arbeitslagern von 1949 bis 1952 getötet wurden oder umgekommen sind, gehören Mönche der Klöster Tokwon, Yenki, St. Ottilien, Münsterschwarzach, Schweiklberg und Beuron, Schwestern von Wonsan und Tutzing, Weltpriester der Diözese Hamheung und Agneta Chang, eine Oblatin der Wonsaner Schwesterngemeinschaft.
seligsprechung.ottilien.de

Erzabtswahl in Prag

Am 21. November 2017 wählte das Kapitel der Erzabtei St. Adalbert und St. Margaretha in Brevnov / Prag P. Prokop Siostrzonek OSB (60) zum Erzabt. Der Abtpräses der Slawischen Kongregation, Edmund Wagenhofer OSB, leitete die Wahl. Der neue Erzabt hatte die Abtei seit 1999 als Prior-Administrator geleitet.

Altabt Odilo Lechner +

Am 3. November 2017 starb in München Odilo Lechner OSB (86). Der gebürtige Münchner legte 1949 am Gymnasium der Benediktinerabtei Metten das Abitur ab und begann in München und Innsbruck das Studium der Philosophie und Theologie. 1952 trat in die Benediktinerabtei St. Bonifaz ein und wurde 1956 zum Priester geweiht. 1963 erwarb er mit einer Arbeit über die Metaphysik des heiligen Augustinus den philosophischen Doktorgrad. 1964 wurde er mit 33 Jahren zum Abt von St. Bonifaz und Andechs gewählt. In seine Amtszeit fallen der Wiederaufbau des kriegszerstörten Klosters und die Neugestaltung der Basilika von St. Bonifaz, das Entstehen der Obdachlosenarbeit sowie die Weiterentwicklung der Pfarr- und Bildungsarbeit des Klosters. 1972-78 und 1984-93 war er Abtpräses der Bayerischen Benediktinerkongregation, 1972-82 Vorsitzender der Salzburger Äbtekonferenz. Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt des Abtes im Jahr 2003 war er der weltweit dienstälteste Benediktinerabt. Die Universität München zeichnete den angesehenen Seelsorger und Prediger, Theologen und Buchautor 2003 mit der theologischen Ehrendoktorwürde aus.

Neuer Abtpräses in Österreich

Am 25. Oktober 2017 wählte das Generalkapitel der Österreichischen Benediktinerkongregation Abt Johannes Perkmann OSB (49) von Michaelbeuern zum Abtpräses. Der gebürtige Salzburger trat mit 18 Jahren in die Abtei Michaelbeuern ein; nach der Priesterweihe war er als Religionslehrer und Erzieher tätig. 2006 wurde er zum Abt seines Klosters gewählt. Der bisherige Abtpräses Christian Haidinger OSB (73) hatte 1965 Profess in Kremsmünster abgelegt. 2005-14 war er Abt von Altenburg, 2009-17 Abtpräses; seit 2013 ist er Vorsitzender der Österreichischen Superiorenkonferenz.

Weitere Informationen unter:

www.benediktiner.at
www.benediktiner.de
www.benediktinerinnen.de
www.osb.org
www.ocist.org
www.ocso.org

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